Pestizide - MicroTrace Minerals

Glyphosat

Benötigtes Untersuchungsmaterial: 10ml Urin

Glyphosat ist eines der weitverbreitetsten Pestizide, welches der Monsanto Konzern bereits seit 1974 unter dem Markennamen Roundup vermarktet. Glyphosat ist ein Breitbandherbizid und wirkt unspezifisch gegen viele Pflanzenarten. Es wird in der Landwirtschaft, als auch von Privatanwender verwendet, um Unkraut oder konkurrierende Pflanzen von Äckern vor Aussaat der Kulturpflanze (Vorauflaufherbizid) abzutöten bzw. Unkraut in Gärten und Freigeländen zu bekämpfen.

Mittlerweile sind 105 glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel auf dem Markt zugelassen, 51 Produkte davon auch für den Haus- und Kleingartenbereich (Stand: Dezember 2017). Diese werden in Garten- und Baumärkten sowie über das Internet vertrieben, sind also für jedermann zugänglich und folglich kann auch nicht garantiert werden, ob der Käufer das Mittel tatsächlich auch gesetzeskonform einsetzt. Im Jahr 2014 landeten 95 Tonnen Glyphosat in deutschen Haus- und Kleingärten.

Die Anwendungsbereiche sind laut §12 des Pflanzenschutzgesetz auf forst- und landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen beschränkt und die Spritzmittel dürfen nicht auf versiegelten Flächen wie Garageneinfahrten, Gehwegen, Plätzen oder Schulhöfen oder in unmittelbarer Nähe von Gewässern ausgebracht werden. Dennoch zeigt die Praxis, dass solche illegalen Anwendungen weit verbreitet sind, da viele Privatanwender nur mangelhaft oder sehr dürftig bezüglich des Einsatzes und der Toxizität des Mittels beim Kauf beraten werden bzw. absichtlich gegen die gesetzlichen Regeln verstoßen. [1]

Fakten zu Glyphosat:
Jahresverbrauch in Deutschland: 18.750 t
Größter Einzelverbraucher ist die Bahn mit: 75t (0,4% der gesamten Menge in Deutschland) [2]
Jahresverbrauch Weltweit: 1,35 Mio. t [3]

Referenzen:
[1] "Umweltinstitut München e.V.," [Online]. Abrufbar unter:
http://www.umweltinstitut.org/themen/landwirtschaft/pestizide/glyphosat/haus-und-kleingarten.html
[2] "Handelsblatt," [Online]. Abrufbar unter:
http://www.handelsblatt.com/technik/energie-umwelt/glyphosat-groesster-einzelverbraucher-ist-die-bahn/13607880-2.html
[3] "CISION PRWEB," [Online]. Abrufbar unter:
http://www.prweb.com/releases/glyphosate_agrochemical/technical_glyphosate/prweb8857231.htm

Dichlordephenyltrichlorethan (DDT) bzw. Dichlordiphenyldichlorethen (DDE)

Benötigtes Untersuchungsmaterial: 5ml EDTA-Blut.
Getestet wird Dichlordephenyltrichlorethan (DDT) und Dichlordiphenyldichlorethen (DDE).

DDT wird seit Anfang 1940 als Insektizid genutzt. Für lange Jahre war es das am häufigsten verwendete Insektizid. Einige seiner Abbauprodukte wirken als endokrine Disruptoren, d. h. der Hormonstoffwechsel wird gestört. Außerdem wirkt DDT auf das periphere Nervensystem, auch wird vermutet, dass es krebsauslösend ist.

Somit wurde in den 1970er Jahren die Verwendung von DDT in etlichen westlichen Industrieländern verboten. In Westdeutschland wurde DDT seit 1972 nicht mehr eingesetzt, in der ehemaligen DDR gab es noch Ausnahmegenehmigungen bis 1989. Folglich lässt sich DDT noch heute in 55% der Wohnungen der neuen Bundeslanger nachweisen. Seit 2004 ist es weltweit nur noch zulässig zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten wie den Malariaüberträgern. 2006 wurde von der Weltgesundheitsorganisation angekündigt, dass DDT wieder verstärkt eingesetzt werden soll.

Deutsches Ärzteblatt, Feb. 2008

News: Pestizide - Ursache von Nierenschäden in Sri Lanka