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  MTM Newsletter N° 47 - September 2025
               
   
Laborinformationen
  PFAS - Die Ewigkeitschemikalien- und was wir dagegen tun können
Metallbestimmung im Blut von Hunden u.a. Tieren
Information zur Einschätzung von Urin-Messwerten nach einer Chelatierung
Silber-(Ag) im Trinkwasser
Gesundheitliche Auswirkungen von Lanthan (La)
Häufig gestellte Fragen
Unsere Aktion! Haar- oder Fellprobe einsenden, Gratis Buch erhalten!
   
Fachfortbildung und Kongresse
Workshops 2025
Online Seminare
               
                           
   
                 
Laborinformationen

PFAS – Die Ewigkeits-Chemikalien
PFAS⁠, die Per- und polyFluorierten AlkylSubstanzen, sind chemisch und thermisch sehr stabil. Sie sind toxisch und gesundheitsschädlich. Laut dem Umweltbundesamt umfasst diese Stoffgruppe über 4.700 verschiedene Chemikalien, die sich in der Umwelt und im Menschen anreichern. ⁠In 86 Prozent von insgesamt 1.109 untersuchten Blutplasma-Proben fanden sich diese Substanzen. Studien zeigten, dass 100 Prozent aller untersuchten Kinder Belastungen aufwiesen.

Nun haben Forscher der Notre Dame Universität diese Ewigkeitschemikalien in wiederverwendbaren Hygieneartikeln für Frauen entdeckt. Prof. Graham Peaslee, emeritierter Professor im Fachbereich Physik und Astronomie vermerkte, dass PFAS selbst in nachhaltig produzierten Textilien zu finden sind. Allerdings, so die Forscher, ist noch nicht geklärt, ob und wie PFAS, die sich in Textilien befinden, in den Körper gelangen.

Mehr hierzu, in (Englischer Sprache):
https://news.nd.edu/news/researchers-at-notre-dame-detect-forever-chemicals-in-reusable-feminine-hygiene-products

PFAS können in Serum oder Plasma nachgewiesen werden. Benötigt werden etwa 3ml der jeweiligen Blutprobe. Von offizieller Seite wird davon ausgegangen, dass eine Belastung in jedem Fall reduziert werden sollte. Letzteres galt bislang als unmöglich.

Eine kürzlich erschienene Studie der Cambridge Universität weist auf eine Möglichkeit PFAS zu ‚entsorgen‘. Darmmikroben, so die Forscher, schützen vor PFAS und sind fähig sie aus dem Körper auszuleiten. Die Unterstützung der Darmflora ist somit eine wichtige und notwendige Maßnahme um ‚Ewigkeitschemikalien‘ wieder loszuwerden.

Mehr erfahren Sie hier (in Englischer Sprache):
https://www.cam.ac.uk/research/news/gut-microbes-could-protect-us-from-toxic-forever-chemicals

Metallbestimmung im Blut von Hunden u.a. Tieren
Neben Felluntersuchungen bestimmen wir essentielle Spurenelemente, Mineralstoffe sowie toxische Metalle nicht nur im menschlichen Blut, sondern auch im Vollblut von Hunden, Katzen, Kühen und Pferden, sowie im Serum von Hunden und Kühen.

Weitere Informationen finden Sie auf unsere Webseite:
https://www.microtrace.de/de/metallanalytik-tier/blutmineralshystoff-analytik/blutmetalle


Information zur Einschätzung von Urin-Messwerten nach einer Chelatierung
Der deutsche Toxikologe, Internist und Umweltmediziner Dr. Max Daunderer, auch der ‚Giftpapst‘ genannt, vertrat als Erster die Meinung, dass die Einschätzung von Urin-Messwerten nach Provokation mit einer Chelatsubstanz (wie z.B. DMPS) im Vergleich mit chelatspezifischen Referenzwerten erfolgen soll. Somit entwickelte er den sogenannten DMPS-Referenzwert. Seine Referenzwerte basierten auf einer 95Perzentile und wurden nach IV-Gabe von 250mg DMPS erzielt. Diese Berechnungen von Daunderer gleichen weitgehend den heutigen.

Wichtig: Allein die unterschiedliche Verabreichung einer Substanz beeinflusst Metallbindung und -ausscheidung. Anwendung und Dosierung, unterschiedliche Flüssigkeitszufuhr während Applikation und Sammelzeit, sowie unterschiedliche Urinsammelzeiten beeinflussen Messwerte.

Die Halbwertzeit einer Chelatsubstanz diktiert die ideale Urinsammelzeit. Zwar binden Chelatsubstanzen bis zu 24h Metalle, doch wird die Bindekapazität einer Chelatsubstanz während der spezifischen Halbwertzeit am Aktivsten betrachtet. Für parenteral verabreichtes DMPS oder EDTA gilt die HWZ von jeweils 45 Minuten. Die ideale Sammelzeit wäre somit für eine jede dieser Substanzen 45Minuten plus Applikationszeit. Wird beispielsweise DMPS über 15 Minuten infundiert, wäre die Urinsammelzeit eine Stunde.

Um den Erfolg einer Kombinationstherapie zu bewerten, müssten Messwerte NACH Provokation den Urin-Messwerten VOR Provokation gegenübergestellt werden. So kann erkannt werden ob die Metallbindung und Ausscheidung nach dem Einsatz der entsprechenden Substanzen erfolgreich erfolgte.

Silber-(Ag) im Trinkwasser
Silber hat eine geringe Toxizität. Allerdings ist Argyrie (eine Verfärbung der Haut aufgrund von Silberablagerungen) ein Effekt, der durch übermäßige Exposition von Silberionen verursacht wird. Silberbasierte Wasserreinigungssysteme sind eine potenzielle Quelle der Exposition und sind nicht selten für erhöhte Silber-Messwerte verantwortlich.

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) listet einen maximalen Schadstoffgehalt (MCL) und einen sicheren zulässigen Wert von 0,5 µg/L in Trink- und Mineralwasser. Die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Trinkwasserqualität weisen derzeit keinen Richtwert für Silber (Ag) im Trinkwasser auf, geben jedoch eine Konzentration von 0,1 mg/L an, die ohne Gesundheitsrisiko toleriert werden kann.

Laut der deutschen Trinkwasserverordnung ist Silber zur Konservierung des Wassers in den Versorgungsanlagen nur in Ausnahmefällen zulässig und darf nur in einer Konzentration von 0,1 mg/L hinzugegeben werden. Grenzwerte für Trinkwasser sind nicht angegeben.

Fewtrell L, Majuru B, Hunter PR. A re-assessment of the safety of silver in household water treatment: rapid systematic review of mammalian in vivo genotoxicity studies. Environ Health. 2017 Jun 20;16(1):66; Umweltbundesamt. Silber 10.04.2019

Gesundheitliche Auswirkungen von Lanthan (La)
Lanthan ist eines der seltenen Erdmetalle, das in der Natur kaum vorkommt. Es gelangt über viele Prozesse, hauptsächlich über benzinerzeugende Industrien in die Natur und führt auf diesem Wege zu Anreicherungen im Boden und in Gewässern, wie auch zur Anreicherung in Mensch und Tier. Industriell ist die Verwendung von Lanthan im Ansteigen begriffen. Dieses seltene Erdmetall wird zunehmend in Haushaltsgeräten, wie etwa Farbfernseher, Leuchtstofflampen, Energiesparlampen und Glas, sowie für die Herstellung von Katalysatoren verarbeitet. Das achtlose Wegwerfen von Haushaltsgeräten ist eine weitere Quelle für Lanthan in der Umwelt.

Lanthan Dämpfe gefährden vor allem die damit hantierenden Arbeiter. Bei einer langzeitlichen Belastung kann das zu Lungenembolie oder sogar zu Lungenkrebs führen. Bei einer Bioakkumulation im menschlichen Körper stellt Lanthan eine Bedrohung für die Leber dar. Bei Tieren verursacht Lanthan Schäden an den Zellmembranen, was sich negativ auf die Fortpflanzung und die Funktionen des Nervensystems auswirkt. Vor allem in Muscheln wird Lanthan angereichert.

Wir nehmen an, dass der zunehmende Einsatz von Lanthan dazu führt, dass dieses Element vermehrt in Laboruntersuchungen sichtbar wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Niedrige Eisenwerte im Haar
Haare sind leicht zugängliches Körpergewebe. Ein niedriger Eisengehalt im Haar deutet auf eine geringe Gewebespeicherung. In Zeiten großer Stressbelastung und bei unzureichender Eisenaufnahme (wie bei Vegetariern) besteht die Möglichkeit, dass der Körper auf Eisenvorräte zugreifen muss. Ist der Eisenspiegel im Haar niedrig, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Speicherung in anderen Geweben gering.

Wichtig: Eine niedrige Eisenkonzentration im Haar reflektiert keine Eisenmangelanämie. Vor Einsatz einer Eisentherapie sollte die Eisenverfügbarkeit durch die Bestimmung des Blutbildes, Serum Ferritin und der Transferrinsättigung (TFS) bestätigt werden.

Kalzium im Haar
Kalziummangel ist schwer zu erkennen, da der Serum-Kalziumgehalt durch Hormone lange aufrechterhalten wird. Studien legen nahe, dass eine Kalzium-Untersuchung im Vollblut eher auf einen Mangel schließen lässt als Serum. Niedrige Kalziumwerte im Haar deuten auf eine geringe Gewebespeicherung hin und helfen eine chronische Unterversorgung zu vermeiden.

Sehr hohe Kalziumwerte im Naturhaar reflektieren meist Stoffwechselprobleme. Bei menopausalen oder älteren Menschen spiegeln hohe Kalziumwerte im Haar in der Regel einen erhöhten Kalziumumsatz oder eine Freisetzung aus Muskeln und Knochen wider. Ein Knochendichtetest wäre zusätzlich ratsam.

(Achtung: chemische Haarbehandlungen verursachen fälschlich erhöhte Kalziumwerte. Unser Informationsmaterial weist darauf hin.)

Für nähere Informationen besuchen Sie unsere Webseite www.microtrace.de. Bei Fragen bitten wir um Nachricht an service@microtrace.de.

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Senden Sie uns eine Haar- oder Fellprobe für eine erweiterte Mineralstoffuntersuchung (P10) und Sie erhalten mit dem Befund unser Buch:

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Diese Aktion ist gültig bis zum 31.12.2025 und nur solange Vorrat reicht.

Wir behalten uns ebenfalls vor nur ein Buch pro Praxis auszuliefern.
                     
                         
   
                 
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Derzeit sind keine Seminare geplant!





Wenn Sie an Workshops zu Umweltfragen, Chelattherapie, Labortests oder Metalltoxikologie interessiert sind, besuchen Sie unsere Webseite:
https://www.microtrace.de/de/workshops

Informationen werden regelmäßig aktualisiert.

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Online Konferenz der DGUHT

Zeit:
Samstag, 20. September, 2025 17:00 Uhr

Online Konferenz der DGUHT mit Vorträgen zu PFAS und anderen Umweltthemen.

Information und Anmeldung unter DGUHT e.V.: info@dguht.de.


 
                         
Der Herbst ist da!<    Der Herbst ist da!

Wir wünschen eine wundervolle Herbstzeit, voller Wärme, Ruhe und kleiner Glücksmomente.

Beste Wünsche von

E. Blaurock-Busch, Yvette Busch und dem gesamten Team von
Micro Trace Minerals Labor.
 
     
                   
                                 
                                 
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