Haaranalyse-Anwendungsgebiete

Haarmineralstoffuntersuchungen

Laut einer Bekanntmachung des Bundesumweltamtes* sind bei der Haaranalyse folgende Anwendungen zu unterscheiden:

  • Nachweis von Arznei- und Suchtstoffen bei rechtmedizinischen Fragestellungen
  • Nachweis von Giften in der klinischen und forensischen Medizin
  • Historische Untersuchungen (z. B. Langzeitbelastungen)
  • Erfassung des Versorgungszustandes mit Spurenelementen und Mineralstoffen
  • Abschätzung der inneren Exposition gegenüber Schadstoffen

Haare sind Körpergewebe. Haarwurzeln werden vom Blutstrom mit Spurenelementen und potentiell toxischen Metallen versorgt. Metalle, die im Blutstrom zirkulieren, werden entweder vom Körper wieder ausgeschieden oder in unterschiedlicher Menge in verschiedenen Organsystemen abgelagert.

 

Blei im Haar von Beethoven

Der Gerichtsmediziner Christian Reiter schließt aus der chemischen Analyse zweier Haarproben, die vor dem Tod des Komponisten stammen, dass Beethoven in den letzten 120 Tagen vor seinem Ableben extremen Bleibelastungen ausgesetzt waren. 

Erfahren Sie mehr:

https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/wie-das-blei-in-beethovens-haare-kam/