Jod ist ein essentielles Spurenelement, das für die Tiergesundheit von entscheidender Bedeutung ist, vor allem aufgrund seiner Rolle bei der Synthese der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T₄) und Triiodthyronin (T₃), welche Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung und Thermoregulation regulieren.
Ein Mangel führt zu Kropf (Vergrößerung der Schilddrüse), Wachstumsstörungen, verminderter Fruchtbarkeit, Milchstörungen, geschwächtem Immunsystem und Entwicklungsstörungen beim Fötus. Regionen mit jodarmen Böden (z. B. die Großen Seen und der Nordwesten der USA, Teile Kanadas) bergen ein höheres Risiko, insbesondere bei der Nutzung lokaler Futterpflanzen.
Eine Vergiftung durch übermäßige Jodzufuhr (z. B. durch Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln) kann zu Jodismus führen – gekennzeichnet durch Husten, Nasenausfluss, Dermatitis, Gewichtsverlust und erhöhte Sterblichkeit, insbesondere bei Milchkühen und Schafen.
Eine optimale Jodsupplementierung ist entscheidend: Der Nationale Forschungsrat (NRC) empfiehlt 0,2–0,3 ppm für Milchkühe und 0,33 ppm für Rinder. Für Schweine und Rinder werden 120–250 µg/kg Trockenmasse empfohlen, um Leistung und Schilddrüsenfunktion zu erhalten.
Jod wird im Pansen und Darm effizient (70–80 %) aufgenommen und reichert sich in der Schilddrüse, der Milch und den Eiern an – tierische Lebensmittel sind daher eine wichtige Jodquelle für den Menschen.
Eine angemessene Jodversorgung gewährleistet Tierproduktivität, Lebensmittelsicherheit und eine gesunde Ernährung des Menschen.
Jod ist ein essentielles Spurenelement, das Pferde und alle Säugetiere benötigen. Es wird zur Bildung von Schilddrüsenhormonen benötigt, die den Stoffwechsel in allen Körperzellen regulieren. Pferde benötigen täglich etwa 3,5–4 mg Jod.
Futter und Getreide sind typischerweise jodarm, da die meisten Böden nur geringe Jodkonzentrationen aufweisen. Pferde, die nicht ausreichend Jod über die Nahrung aufnehmen, können subtile Mangelerscheinungen wie trockene Haut, stumpfes Fell, Appetitlosigkeit und verminderte Ausdauer entwickeln.
Fohlen sind besonders gefährdet, einen Jodmangel oder -überschuss zu erleiden. Fohlen von Stuten, die zu viel oder zu wenig Jod aufnehmen, können Wachstumsstörungen und allgemeine Schwäche aufweisen.
Das klassische Anzeichen für Jodmangel ist ein Kropf – eine vergrößerte Schilddrüse. Allerdings wurden nur wenige Fälle von schwerem Jodmangel bei Pferden berichtet.
Ein Jodüberschuss in der Nahrung kann ebenfalls zu Schilddrüsenfunktionsstörungen und ähnlichen Symptomen führen. Bei Pferden mit Anzeichen einer Schilddrüsenfunktionsstörung sollten der Jodstatus und die Schilddrüsenhormonwerte untersucht werden.