Die bei Patienten mit rheumatoider Arthritis beliebten Kupfer- oder Magnetarmbänder erzielten in einer randomisierten Doppelblindstudie keine Wirkung.
Forschung: Iron metabolism in patients with rheumatoid arthritis (RA). (Eisenstoffwechsel von Rheumapatienten)
Tański W, Chabowski M, Jankowska-Polańska B, Jankowska EA. Eur Rev Med Pharmacol Sci. 2021 Jun;25(12):4325-4335
Schlussfolgerung: Eisenmangel ist bei Rheuma-Patienten mit hoher Krankheitsaktivität häufig (64 %). RA-Patienten hatten niedrigeres Transferrin, niedrigeres Ferritin, niedrigeres Hepcidin und höhere sTfR. Verringertes DAS-28 und verringertes Hämoglobin waren die stärksten Determinanten für Eisenmangel.
Iron metabolism in patients with rheumatoid arthritis (europeanreview.org)
Zusammenfassung:
Zahlreiche Publikationen mit widersprüchlichen Ergebnissen haben die Serumspiegel von Kupfer (Cu) und Zink (Zn) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) untersucht. Um eine genauere Einschätzung dieses Zusammenhangs zu gewinnen, wurde eine Metaanalyse durchgeführt. Relevante veröffentlichte Daten wurden vor dem 20. September 2014 über PubMed, die Chinese National Knowledge Infrastructure (CNKI) und die Chinese Biomedical Database (CBM) ermittelt. Unter Verwendung von STATA 11.0 wurde die gewichtete mittlere Differenz (WMD) samt 95-%-Konfidenzintervall (95 % CI) berechnet. In diese Metaanalyse gingen insgesamt 26 Studien mit 1444 RA-Fällen und 1241 gesunden Kontrollpersonen ein. Die gepoolte Analyse ergab, dass Patienten mit RA im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen höhere Cu-Serumspiegel und niedrigere Zn-Serumspiegel aufwiesen (Cu [μg/dl]: WMD = 31,824, 95 % CI = 20,334–43,314; Zn [μg/dl]: WMD = -12,683, 95 % CI = -19,783 bis -5,584). Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass die ethnische Zugehörigkeit einen Einfluss auf die Serumspiegel von Cu (μg/dl) (Kaukasier: WMD = 43,907, 95 % CI = 35,090–52,723, P < 0,001; Asiaten: WMD = 14,545, 95 % CI = -12,365 bis 41,455, P = 0,289) und Zn (μg/dl) (Kaukasier: WMD = -11,038, 95 % CI = -23,420 bis 1,344, P = 0,081; Asiaten: WMD = -14,179, 95 % CI = -18,963 bis -9,394, P < 0,001) bei RA-Patienten und gesunden Kontrollpersonen hatte. Es wurden keine Hinweise auf einen Publikationsbias festgestellt. Diese Metaanalyse deutet darauf hin, dass bei RA-Patienten im Allgemeinen erhöhte Serum-Kupferspiegel und erniedrigte Serum-Zinkspiegel vorliegen.
Schlussfolgerung: Diese Metaanalyse zeigt, dass bei RA-Patienten im Allgemeinen erhöhte Serum-Kupfer- und erniedrigte Serum-Zink-Spiegel vorliegen. Weitere, qualitativ hochwertigere Studien könnten zu fundierteren Schlussfolgerungen führen.
Zusammenfassung
Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronische entzündliche Autoimmunerkrankung, die vorwiegend die Gelenke betrifft. RA ist weltweit verbreitet, wobei die Prävalenz bei älteren Menschen zunimmt. Die Mechanismen der RA-Pathogenese sind noch nicht vollständig geklärt; sie beruhen auf einem Zusammenspiel zwischen genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren. Obwohl die Risikofaktoren für RA nicht abschließend geklärt sind, haben sich verschiedene Studien mit der Rolle von Spurenelementen im Zusammenhang mit RA befasst. Spurenelemente fungieren als Kofaktoren für die meisten Enzyme, und ein Mangel an ihnen ist mit zahlreichen nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit verbunden. Veränderungen der Homöostase im Spurenelementstoffwechsel können teilweise auf die Entzündungsreaktion bei RA zurückzuführen sein. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Serumkonzentrationen von Zink, Kupfer und Eisen sowie deren Korrelation bei RA-Patienten und gesunden Kontrollpersonen zu bestimmen. Die Studie umfasste 61 RA-Patienten sowie 61 hinsichtlich Alter und Geschlecht vergleichbare gesunde Personen aus der pakistanischen Bevölkerung. Die Serumspiegel von Zn, Cu und Fe wurden bei allen Teilnehmern mittels Atomabsorptionsspektrophotometrie gemessen. Die Serumkonzentrationen von Zn und Fe waren bei den RA-Patienten signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen. Bei den RA-Patienten wurden erhöhte Serum-Cu-Konzentrationen festgestellt. Korrelationsanalysen der Spurenelemente ergaben eine negative Korrelation zwischen Zn und Cu bei den RA-Patienten, während in der Kontrollgruppe keine Korrelation bestand. Es ist von großer Bedeutung, den Mangel an essenziellen Spurenelementen in biologischen Proben von RA-Patienten verschiedener Bevölkerungsgruppen zu untersuchen, da dies für die Diagnose und die ergänzende Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis hilfreich sein kann.
Bei den RA-Patienten wurden erhöhte Serum-Cu-Konzentrationen festgestellt. Korrelationsstudien von Spurenelementen ergaben eine negative Korrelation zwischen Zink (Zn) und Kupfer (Cu) bei den RA-Patienten, jedoch keine Korrelation in der Kontrollgruppe.